Header Leiste
Inhaltsverzeichnis | Impressum
backround
Startseite
search btn
umenue
Newsletter
Publikationen
Linkverzeichnis
umenueitem
umenueitem umenueitem umenueitem
umenueitem
umenueitem umenueitem
umenueitem umenueitem umenueitem
umenueitem
umenueitem umenueitem umenueitem umenueitem umenueitem umenueitem

Welche Rolle spielt die Ernährung bei der Darmkrebsvorsorge?
Bernd Küllenberg, Dipl.-Oecotrophologe, Dipl.-Sportlehrer, Dozent an der Reformhaus Fachakademie

Dickdarmkrebs kommt in den westlichen Industrienationen wesentlich häufiger vor als in afrikanischen und asiatischen Ländern. Viele internationale . . .


Studien belegen die Annahme, dass das Entstehen von Darmkrebs ursächlich mit unseren Ess- und Lebensgewohnheiten zusammenhängt.
Ernährungsmediziner gehen davon aus, dass mindestens ein Drittel aller Krebserkrankungen auf falsche Ernährung zurückzuführen sind. Bei Darmkrebs liegt diese Rate sogar noch wesentlich höher, da sich Bestandteile der Nahrung in ständigem, direktem Kontakt mit der Darmschleimhaut befinden.
Es sind nicht einzelne Nahrungsmittel, die ursächlich an der Entstehung bösartiger Darmtumore beteiligt sind, sondern es ist eine ganze Palette von Ess- und Lebensgewohnheiten, die offenbar mit zunehmendem Alter das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, deutlich erhöhen.

Hierzu gehören insbesondere: Ständiges kalorienreiches Essen und daraus entstehendes Übergewicht. Hoher Konsum an gesättigten (tierischen) Fetten, wie sie sich in Butter, Käse, Schweinefleisch und Wurst befinden.

Hoher Konsum von „rotem“ Fleisch (Schweine-, Rind-, Wild- und Lammfleisch). Das Risiko steigt mit den Verzehrmengen.

Hoher Alkoholkonsum.
Vorbeugung mit gesunder Ernährung – 10 Gebote
Das Beachten der folgenden 10 Ernährungsgebote vermindert Ihr persönliches Darmkrebsrisiko bereits beträchtlich und schützt Sie auch vor anderen Darmerkrankungen. Das Gute daran – Sie müssen nicht auf Genuss verzichten!

1. Nutzen Sie die Schutzstoffe aus Gemüse, Obst und Tee Viel frisches Obst und besonders Gemüse essen. Darin stecken sekundäre Pflanzenstoffe, die nicht nur der Krebsentstehung vorbeugen, sondern auch die beginnenden Zellentartungen rückgängig machen können. Als besonders krebsvorbeugend gelten Kohlarten wie z. B. Brokkoli und Rosenkohl, Tomaten, Zwiebeln, Hülsenfrüchte, vor allem Sojaprodukte und Zitrusfrüchte. Treiben Sie es bunt: Die roten, gelben und grünen Farbstoffe im Obst und Gemüse sind in erster Linie für die Schutzwirkung verantwortlich. Das Motto „Abwarten und Tee trinken“ gilt auch für die Darmkrebsvorsorge: Das im Tee enthaltene EGCG (Epigallocatechin-3-Gallat) blockiert ein Enzym, das Krebszellen brauchen, um in gesundes Gewebe vorstoßen zu können. Besonders reich an EGCG ist der unfermentierte grüne Tee. Eine praxisnahe Empfehlung lautet: Essen Sie fünf mal am Tag eine Obst- und/oder Gemüseportion.

2. Sehen Sie Ballaststoffe nicht als Ballast an
Ballaststoffe erhöhen durch ihr Quellvermögen das Stuhlvolumen. Dadurch sinkt die Konzentration an krebserregenden Substanzen im Darminhalt und die Darmpassage des Stuhls wird beschleunigt. Die krebserregenden Stoffe (Kanzerogene) können so weniger intensiv auf die Darmschleimhaut einwirken. Konzentrierte Ballaststoffträger sind Flohsamen, Leinsamen und Weizenkleie. Insbesondere Flohsamen und Flohsamenschalen sind aufgrund ihrer sehr hohen Quellfähigkeit zu empfehlen. Aber Vorsicht: Pro Esslöffel müssen Sie 150 ml Flüssigkeit (z. B. Kräutertee oder Wasser) trinken. Sonst können die Ballaststoffe nicht quellen und im schlimmsten Fall einen Darmverschluss verursachen.
Nur pflanzliche Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Trockenfrüchte, Salat und Vollkornprodukte enthalten reichlich Ballaststoffe.

3. Sorgen Sie für Ihre Darmflora In Ihrem Darm leben Billionen von Darmbakterien. Über 400 verschiedene Arten bilden die sogenannte Darmflora. Eine gut funktionierende Darmflora ist der Schlüssel für ein abwehrstarkes Immunsystem, das Krebszellen optimal bekämpft.
Spezielle Produkte wie Pro- und Prebiotika fördern die Darmflora. Probiotika enthalten lebende Darmbakterien wie z. B. Bifidus- oder Milchsäurebakterien, die wichtige „Bewohner“ einer gesunden Darmflora sind. Prebiotika wie Inulin aus der Zichorienwurzel enthalten Stoffe, die die Darmflora quasi ernähren und für ein gutes Darmmilieu sorgen. Vor allem milchsaure Lebensmittel wie Joghurt, Kefir oder Sauerkraut unterstützen eine gesunde, physiologische Darmflora. Besonders intensiv wirken Konzentrate aus Molke (z. B. Molkur). Eine ausgewogene Mischung an Pro- und Prebiotika bietet z.B. Darmflora-Plus. Das Pulver einfach in Müsli, Joghurt oder Quark einrühren. Lassen Sie sich im Reformhaus dazu beraten.

4. Weiss vor rot; Grünkernbratling statt Fleischfrikadelle
Der Anteil an Fleisch an der täglichen Nahrung sollte 80 g nicht übersteigen. Fleischliebhaber sollten vermehrt auf weißes Fleisch wie Fisch und Geflügel setzen. Gebraten werden sollte mit niedriger Brat-Temperatur, da dadurch die Aufnahme bestimmter krebserregender Stoffe im Fleisch (heterozyklischer Amine) reduziert wird.
Warum nicht häufiger einen fleisch- und/oder wurstfreien Tag einlegen? Das Angebot an vegetarischen Brotaufstrichen und Fleischalternativen im Reformhaus ist enorm groß und bietet auch dem eingefleischtesten Gourmet im Aussehen und Geschmack gegenüber Fleisch- und Wurstwaren kaum unterscheidbare vegetarische Spezialitäten.

5. Setzen Sie aufs richtige Fett Das Fett in der Nahrung spielt in mehrfacher Hinsicht eine Rolle bei der Entstehung von Darmkrebs.
Fett ist der Dickmacher Nummer 1 und begünstigt somit das krebsfördernde Übergewicht.
Das Fettgewebe des Körpers produziert bestimmte Hormone, die krebsfördernd wirken können, dies gilt vor allem für hormonabhängige Tumore. Die Qualität des Fettes ist ein entscheidender Faktor im Krebsgeschehen. Schützend wirken die einfach ungesättigten Fettsäuren, die besonders reichlich im Oliven- und Rapsöl vorkommen. Ungünstig ist auf jeden Fall ein zuviel tierischer Fette (Ausnahme Fischfett) wegen der darin vorkommenden gesättigten Fettsäuren. Als Faustregel gilt: Weniger Fett. Statt Butter und anderer tierischer Fette mehr pflanzliche Fette (hochwertige Margarine aus dem Reformhaus) und Öle (Keimöle, Leinöl, Olivenöl, Rapsöl, Sonnenblumenöl) verwenden. Auch die Omega-3-Fettsäuren im Fischfett sind ernährungsphysiologisch günstig einzustufen. Das Reformhaus bietet eine große Auswahl an naturbelassenen, nicht raffinierten und ungehärteten Fetten. 6. Bleiben Sie cool, besonders beim Braten, Frittieren, Grillen und Räuchern Lebensmittel, die frittiert, gebraten, gegrillt oder geräuchert wurden sind zwar sehr beliebt, diese Zubereitungsarten bergen jedoch einige Gefahren. Alle geräucherten und auf Holzkohle gegrillten Nahrungsmittel sind mit Benzpyrenen belastet und begünstigen die Krebsentstehung. Vorsicht ist geboten bei gegrilltem Fleisch vor allem dann, wenn Fett vom Grillgut in die Glut tropft. Verwenden Sie daher zum Grillen Alufolie oder Aluschalen. Eine gute Wahl sind naturbelassene und schonend verarbeitete Lebensmittel. Hier sind die natürlichen Inhaltsstoffe in ihrer ursprünglichen Form noch weitestgehend enthalten. Das neuform-Zeichen garantiert eine schonende Verarbeitung.

7. Lassen Sie sich nicht verschimmeln Pilzgifte, sogenannte Mykotoxine, zählen zu den bekanntesten krebserregenden Stoffen. Besonders gefährlich sind die Aflatoxine. Am häufigsten sind Nüsse – vor allem Erdnüsse – Getreide und Trockenfrüchte befallen. Achten Sie auf Schimmelbildung und werfen Sie angeschimmelte Lebensmittel konsequent weg.
Im Reformhaus garantieren umfangreiche Kontrollen auf Mykotoxine bei Getreideprodukten, Nüssen und Trockenfrüchten einen Genuss ohne Reue.

8. Werden Sie nicht sauer Essen Sie basisch wirkende Lebensmittel wie Gemüse, Molke und Obst. Meiden Sie ein Übermaß an Säurebildnern wie Fleisch, Kaffee, Weißmehlprodukten und Zucker. Spezielle Basenmischungen können eine Entsäuerung wirksam unterstützen.

9. Alkohol: nur kleine Mengen bringen Genuss ohne Reue
Ein weiterer Risikofaktor für Darmkrebs ist Alkohol. Hierbei ist unstrittig, dass Alkohol die Darmzellen schädigt. Dies gilt selbst für Mengen von weniger als 40 Gramm Alkohol (diese Menge entspricht ca. 0,3 l Wein oder 2 – 3 Glas Bier) täglich. Besonders eng ist die Beziehung zwischen Bierkonsum und Enddarmkrebs (Rektumkarzinom). Auch im Tierversuch wird die Rektum-Schleimhaut durch Alkohol geschädigt.

10. Übergewicht verdoppelt das Darmkrebsrisiko Fettleibigkeit erhöht nicht nur das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch bei der Entstehung von Krebs scheinen die überflüssigen Pfunde eine gewichtige Rolle zu spielen. Übergewicht erhöht auch bei Frauen das Risiko für späteren Darmkrebs. Das haben amerikanische Forscher statistisch nachweisen können. Bei Männern hatte man den Zusammenhang zwischen Übergewicht und Krebs schon vor längerem entdeckt.
Streben Sie einen Body Mass Index von unter 26 an! Der Body Mass Index errechnet sich nach der folgenden Formel: Körpergewicht geteilt durch die Körpergröße in m². Beispiel: mit einem Körpergewicht von 65 kg und einer Körpergröße von 1,70 m errechnet sich ein BMI von 22,49 (65 kg : 1,70 m x 1,70 m = 22,49.)

Was kann ich sonst noch tun, um gesund zu bleiben?
Wer sich zu wenig bewegt, hat ein erhöhtes Darmkrebsrisiko! Am klarsten ist heute die Beziehung zwischen Darmkrebs und Bewegungsmangel. Die Bewegung hat im weitesten Sinne mit der Verdauungstätigkeit des Darmes zu tun. Es ist aus verschiedenen Gründen unvorteilhaft, wenn die Nahrung zu lange im Darm bleibt. So haben potenziell krebserregende Stoffe eine längere Kontaktzeit mit der Darmschleimhaut. Der beste Vorsatz für‘s neue Jahr: Min. 3x pro Woche für min. eine halbe Stunde körperlich aktiv werden. Es ist ganz egal, ob Sie Radeln, Laufen, Schwimmen oder Walken, Hauptsache Sie bringen Ihren Körper in Bewegung.

Rauchen erhöht das Darmkrebsrisiko erheblich!
Rauchen begünstigt – wie viele Menschen fälschlich glauben – nicht nur den Lungenkrebs. Die meisten Studien belegen auch einen Zusammenhang zwischen Rauchen und dem Darmkrebs. Über welche Mechanismen genau der Zigarettenrauch die Krebsentstehung beeinflusst, ist aber noch unbekannt. Ein möglicher Weg ist die Bildung krebserregender Sauerstoffradikale. Was die Forschung zu Rauchen und Darmkrebs zusätzlich erschwert, ist die Tatsache, dass der Krebs manchmal erst 35 bis 40 Jahre nach der ersten Zigarette auftritt.

Stress schwächt Ihre Krebsabwehr! Zwischen dem emotionalen Befinden eines Menschen und seinen Darmnerven besteht eine komplizierte Wechselwirkung. Krisensituationen wie eine bevorstehende schwierige Prüfung, Arbeitslosigkeit oder Tod eines Angehörigen schlagen den meisten Menschen „auf den Magen“ oder führen zu Durchfall oder Verstopfung. Noch sensibler reagieren Patienten mit einem Reizdarmsyndrom auf solche Belastungen: Ihre Beschwerden verschlimmern sich mit hoher Wahrscheinlichkeit, wenn sie Stress und seelischen Konfliktsituationen ausgesetzt sind. Massiver Stress kann auf Dauer auch dem Darmkrebs einen Weg bahnen.


Icon zurück zur Übersicht

 

 





punkt
Veröffentlichen
Sie möchten Ihren eigenen Fachartikel veröffentlichen?

pfeil mehr